Gesundheitsmanagement und Arbeitssicherheit

  
Wie gestalte ich mein Leben am Arbeitsplatz so, dass ich gesund bleibe.
Verspannung im Nacken, Druck im Rücken, keine Zeit zum Durchatmen: So sieht der Alltag vieler Beschäftigter aus. 
Holen Sie sich Tipps und Anregungen bei den Profis. Integrieren Sie Bewegung nicht nur in Ihre Freizeit sondern auch in Ihren Arbeitsalltag.
Wo es um die Gesundheit von Beschäftigten geht, geht es immer auch um Arbeitsschutz. In einer dynamischen Arbeitswelt ist Sicherheit kein statisches Konzept, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Arbeitsbedingungen verändern sich, neue Risiken entstehen. 
Wir möchte auf dieser Seite mit Tipps und Anregungen versuchen mehr Bewegung und Sicherheit in den Arbeitsalltag zu integrieren.
Für Ihre Anregungen sind wir dankbar!
  

RV Fit ist ein für Sie kostenfreies Trainingsprogramm mit Elementen zu Bewegung, Ernährung und Stressbewältigung für ein ganzheitlich verbessertes Lebensgefühl. RV Fit ist ein Angebot der Deutschen Rentenversicherung.
Mehr Information
  

MBSR ist für alle Menschen geeignet, die nach nachweislich wirkungsvollen Möglichkeiten der Stressbewältigung in ihrem beruflichen und/oder auch privaten Alltag suchen. 
MBSR ist ein achtsamkeitsbasiertes und alltagsnahes Stress­­bewältigungs­programm. Es bietet praktische Übungen und viele Hintergrundinformationen zum Thema Stress und versetzt die Teilnehmenden in die Lage, mit ihren beruflichen und/oder privaten Herausforderungen förderlicher und mit mehr Selbstfürsorge umzugehen.
Ob der Stress, durch die Doppelbelastung Familie/Beruf durch eigene Kinder und/oder durch die Pflege von Angehörigen entstanden ist oder durch den Eintritt einer chronischen Erkrankung, durch Depressionen oder Angststörungen, oder vielleicht durch chronische Schmerzen oder durch das Älterwerden im beruflichen Alltag ist dabei unerheblich.
Wir können mit allem einen Umgang finden, der die Teilnehmenden in die Lage versetzt neue Lebensfreue und neues körperliches und psychisches Wohlbefinden zu erleben. 
Zahlreiche internationale Studien belegen die gesundheitsfördernde, stress­reduzierende und die Lebensqualität steigernde Wirkung von MBSR.
 Ein wesentlicher Bestandteil des MBSR-Programms ist es, dass die Kursteil­nehmer*innen bereit sind, täglich mindestens 15-30 Min. Achtsamkeitsübungen zu praktizieren.
Die Kursleiterin, Frau Birgit Wördehoff, ist Dipl. Soz. Pädagogin und zertifizierte MBSR/MBCL-Trainerin (Achtsamkeit und Selbstmitgefühl). Sie verfügt u.a. über klinische Erfahrungen in der achtsamkeitsbasierten Arbeit bei Depressionen, chronischen Schmerzen und Angststörungen.
Für unsere Beschäftigten ist die Teilnahme an diesem Kurs kostenlos.
Voraussetzung für die Kursteilnahme ist ein telefonisches Vorgespräch.
Hierfür nimmt sich Frau Wördehoff 30 Minuten Zeit. Sie erhalten die Möglichkeit, die Kursleitung und das Konzept MBSR kennenzulernen und besprechen, wie der Kurs Sie aufgrund Ihrer persönlichen Problemlage unterstützen kann.
Die nächsten Termine können bei Melisa Kuranovic erfragt werden


  

Der Arbeitgeber ist zum betrieblichen Gesundheitsmanagement Kooperationen mit Pfitzenmeier und Venice Beach eingegangen.
Hier finden Sie die Angebote:

  

entspannt durch die Sommerhitze
Thermometer hohe Temperatur
26 Grad und es wird noch heißer?
Im Büro gibt es zwar kein Hitzefrei – aber klare Regeln und clevere Maßnahmen, um einen kühlen Kopf zu bewahren.
Eine perfekte Temperatur zum Arbeiten gibt es nicht. Im Büro werden Temperaturen zwischen 22 und 24 °C als angenehm empfunden. Bis 26 °C ist auch rechtlich alles in Ordnung. Steigt die Temperatur weiter sollte der Arbeitgeber seine Beschäftigten auf Hitzeschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel nächtliches Lüften und Lüften am Morgen hinweisen.
Ab 30 °C wird die Regelungen verbindlich: Dann müssen Maßnahmen umgesetzt werden. Arbeitgeber sind etwa verpflichtet, kostenlose Getränke – mindestens Leitungswasser in Trinkwasserqualität – bereitzustellen. Wird im Innenraum die 35-Grad-Marke geknackt, ist reguläres Arbeiten ohne Weiteres nicht mehr zulässig. Ein Umzug in freie, kühlere Räume könnte eine Lösung sein.
Um die Temperaturen erträglich zu halten, sind organisatorische und technische Anpassungen entscheidend. Vorhandene Sonnenschutzsysteme müssen konsequent eingesetzt werden. Wo es der Betrieb zulässt, hilft eine Anpassung der Arbeitszeiten: Der Fokus sollte auf die kühleren Morgenstunden gelegt und eine flexible Gleitzeit ermöglicht werden ( ab 6 Uhr nach Absprache mit den Vorgesetzten). Auch eine strenge Kleiderordnung darf an heißen Tagen entspannter ausfallen. Und beim Thema Getränke gilt: Was ab 30 °C Pflicht ist, sorgt bereits ab 26 °C für Erfrischung und Motivation.
Clevere Tipps für den Alltag
Schon mit wenigen Handgriffen lassen sich Bonuspunkt auf dem Thermometer sammeln. Beim Lüften ist Disziplin gefragt: Ausgiebiges Lüften sollte in der Nacht (Nachtauskühlung) und frühmorgens erfolgen. Tagsüber gilt: Fenster und Beschattung geschlossen halten und nur bedarfsweise Stoßlüften. Weil ungenutzte Drucker, Laptops, Lampen oder zweite Bildschirme unnötige Hitze produzieren, sollten sie möglichst ausgeschaltet werden.
Bei eiskalten Getränken ist Vorsicht geboten. Sie regen den Körper an, zusätzliche Wärme zu produzieren. Lieber zum lauwarmen Wasser oder Tee greifen. Für die schnelle Abkühlung zwischendurch reicht es oft, kaltes Wasser über die Handgelenke, Füße oder das Gesicht laufen zu lassen (Dusche im 2. OG im Haus der Kirche). Im Homeoffice kann eine Fußwanne mit kaltem Wasser unter dem Tisch Wunder wirken.
Erste Hilfe bei Hitze - Sicher handeln im Ernstfall
Bleibt die ersehnte Abkühlung aus, kann es zu einer Hitzeerschöpfung kommen – meist ausgelöst durch Überhitzung und Flüssigkeitsmangel. Warnsignale dafür sind Unwohlsein, Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen, verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen, ein trockener Mund, Muskelkrämpfe oder auch eine erhöhte Körpertemperatur. Diese Symptome können leicht mit denen einer Erschöpfung anderer Ursache verwechselt werden. Deshalb ist es wichtig herauszufinden, ob die betroffene Person zu wenig getrunken hat und körperlich aktiv war (z.B. mit dem Rad zur Arbeit gekommen ist, im Fitnessstudio war oder in der Mittagspause der Sonne ausgesetzt war.)
Streikt der Kreislauf, ist schnelles Handeln gefragt. Die betroffene Person muss sofort raus aus der Hitze und sich in einem kühlen, schattigen Bereich ausruhen. Einengende Kleidung lockern oder ablegen. Zimmerwarme Getränke wie Wasser, ungezuckerter Tee oder Saftschorle – in kleinen Schlucken trinken und feuchte Tücher auf Nacken, Stirn, Armen und Beinen für die nötige Kühlung nutzen.
  

aussengelaende-kita
26 Grad und es wird noch heißer?
In der Kita gibt es zwar kein Hitzefrei – aber klare Regeln und clevere Maßnahmen, um einen kühlen Kopf zu bewahren.
Eine perfekte Temperatur zum Arbeiten gibt es nicht. In der Gruppe werden Temperaturen zwischen 19 und 23 °C als angenehm empfunden. Bis 26 °C ist auch rechtlich alles in Ordnung. Steigt die Temperatur weiter sollte der Arbeitgeber seine Beschäftigten auf Hitzeschutzmaßnahmen, wie zum Beispiel nächtliches Lüften und Lüften am Morgen hinweisen.
Ab 30 °C wird die Regelungen verbindlich: Dann müssen Maßnahmen umgesetzt werden. Arbeitgeber sind etwa verpflichtet, kostenlose Getränke – mindestens Leitungswasser in Trinkwasserqualität – bereitzustellen. Wird im Innenraum die 35-Grad-Marke geknackt, ist reguläres Arbeiten ohne Weiteres nicht mehr zulässig. 
Um die Temperaturen erträglich zu halten, sind organisatorische und technische Anpassungen entscheidend. Vorhandene Sonnenschutzsysteme müssen konsequent eingesetzt werden. Auch eine strenge Kleiderordnung darf an heißen Tagen entspannter ausfallen. Und beim Thema Getränke gilt: Was ab 30 °C Pflicht ist, sorgt bereits ab 26 °C für Erfrischung und Motivation.
Clevere Tipps für den Alltag
Schon mit wenigen Handgriffen lassen sich Bonuspunkt auf dem Thermometer sammeln. Beim Lüften ist Disziplin gefragt: Ausgiebiges Lüften sollte in der Nacht (Nachtauskühlung) und frühmorgens erfolgen. Tagsüber gilt: Fenster und Beschattung geschlossen halten und nur bedarfsweise Stoßlüften. Weil ungenutzte Tablets, Laptops oder Lampen unnötige Hitze produzieren, sollten sie möglichst ausgeschaltet werden.
Bei eiskalten Getränken ist Vorsicht geboten. Sie regen den Körper an, zusätzliche Wärme zu produzieren. Lieber zum lauwarmen Wasser oder Tee greifen. Für die schnelle Abkühlung zwischendurch reicht es oft, kaltes Wasser über die Handgelenke, Füße oder das Gesicht laufen zu lassen 
Erste Hilfe bei Hitze - Sicher handeln im Ernstfall
Bleibt die ersehnte Abkühlung aus, kann es zu einer Hitzeerschöpfung kommen – meist ausgelöst durch Überhitzung und Flüssigkeitsmangel. Warnsignale dafür sind Unwohlsein, Schwindel, Übelkeit oder Erbrechen, verschwommenes Sehen, Kopfschmerzen, ein trockener Mund, Muskelkrämpfe oder auch eine erhöhte Körpertemperatur. Diese Symptome können leicht mit denen einer Erschöpfung anderer Ursache verwechselt werden. Deshalb ist es wichtig herauszufinden, ob die betroffene Person zu wenig getrunken hat und körperlich aktiv war (z.B. mit dem Rad zur Arbeit gekommen ist, im Fitnessstudio war oder in der Mittagspause der Sonne ausgesetzt war.)
Streikt der Kreislauf, ist schnelles Handeln gefragt. Die betroffene Person muss sofort raus aus der Hitze und sich in einem kühlen, schattigen Bereich ausruhen. Einengende Kleidung lockern oder ablegen. Zimmerwarme Getränke wie Wasser, ungezuckerter Tee oder Saftschorle – in kleinen Schlucken trinken und feuchte Tücher auf Nacken, Stirn, Armen und Beinen für die nötige Kühlung nutzen.
Und im Außengelände?
Nutzen Sie alle Formen von Abschattungen, um die Sonnenbestrahlung zu vermeiden. Hilfreich ist das Einrichten von schattigen Plätzen mit Überdachungen für Arbeits- und Pausenzeiten, Unterstellmöglichkeiten oder auch Sonnenschirme und Sonnensegel.
Achten Sie auf die Tageszeit und meiden Sie längere Aufenthalte in den intensivsten Sonnenstunden. Vielleicht lassen sich Abläufe so organisieren, dass nur kurze Arbeitsphasen in der Sonne anfallen und die meisten Aufgaben im Schatten erledigt werden. Achten Sie auf regelmäßiges Trinken!
Tragen Sie geeignete Schutzkleidung wie luftige langärmelige Oberteile und lange Hosen sowie Sonnenschutz für den Kopf und Nackenbereich mit einem ausreichenden UV-Schutz. Schützen Sie auch Ihre Augen und setzen Sie eine Sonnenschutzbrille mit UV-Filter und seitlicher Abschirmung auf.
Für alle Hautpartien, die sich nicht durch Kleidung schützen lassen, muss der Arbeitgeber eine geeignete Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor anbieten. 
  

Brille und Laptop
Viele ältere Menschen über 40 Jahren leiden unter Altersweitsichtigkeit. Allerdings trifft die Sehschwäche auf kurze Distanz inzwischen auch jüngere Personen aufgrund ständigen Bildschirm- und Smartphone Konsums. Grundsätzlich profitiert jeder Beschäftigte von einer Bildschirmbrille, der arbeitstäglich viele Stunden vor dem Monitor verbringt. Darüber hinaus hilft sie auch den Menschen, die bereits an einer ausgeprägten Weitsichtigkeit leiden. Oft sind das Arbeitnehmer, die schon viele Jahre in entsprechenden Arbeitsbereichen tätig sind. Der Europäische Gerichtshof hat am 22.12.2022 entschieden, dass bei Beschäftigten, die aufgrund Ihrer Tätigkeit eine Verschlechterung des Sehvermögens erlangen, der Arbeitgeber für eine spezielle Sehhilfe aufkommen muss. 
Im Sommer 2024 hat die MAV den Arbeitgeber auf die neue Gesetzeslage hingewiesen und ist auch aktiv geworden. Das Ergebnis ist der Rahmenvertrag des Arbeitgebers mit Fielmann. Mit Bescheinigung des Augenarztes erhält man im Personalbüro einen Nachweis, mit dem die Beschäftigten zu Fielmann gehen können und dort ihre Arbeitsplatzbrille erhalten. Fielmann rechnet mit dem Arbeitgeber ab. Sonderwünsche beim Gestell müssen selbst getragen werden.